Die Wohnanlage 905 und ihr Architekt

Die locker in die Höhe gruppierte und vielfältig gestaffelte Baukette des Berliner Architekten Herbert Stranz bildet die Wohnanlage 905. Deren 634 Wohnungen gliedern sich auf Grundlage weniger, doch mannigfaltiger Grundrisselemente. Es gibt ein „verwirrendes“ Angebot von 21 verschiedenen Grundrisstypen.

Kein Haus – eine Struktur, denn sieben gleiche Elemente wurden unterschiedlich zusammengefügt. Wenige Wohnungen an der Straße, Konzentration im Mittelfeld mit „angehängten Armen“. Durch die Bauweise wurde die Eckwohnung zum Normaltyp. Absicht war, eine Anlage sich entwickeln zu lassen, die sich amöbenhaft allen von der Umgebung gestellten Bedingungen anpasst. Höfe waren Absicht, Sonne war wichtig.

In das untere Geschoss sollten sich Läden ansiedeln, die auch von den Bewohnern der damals schon bestehenden Villen und Lauben besucht werden sollten, damit sich die alte und neue Stadt verbindet.

Berühmt geworden ist die Antwort des Architekten Herbert Stranz auf die Frage nach seinem Leitbild: „Architektur ist tot. Wir wollen Blumen und Märchen bauen, …es gibt keine formalen Entscheidungen mehr. Die Maximalhöhe ist vorgegeben, der Rest ist angewandte Sonne.“

  • Architekt: Herbert Stranz, geboren 1930 in Berlin, gestorben 2001 in Berlin
  • Modernisierungszeitraum: 2009 bis 2010

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Lage

Die Wohnanlage 905 liegt direkt hinter der S- und U-Bahn-Station Wittenau, linker Hand zwischen Wilhelmsruher Damm und Finsterwalder Straße. Damit liegt sie im westlichsten Zipfel der Großwohnsiedlung, genau auf der Grenze zum Stadtteil Märkisches Viertel. Im Norden und Osten rahmen Einfamilienhausgebiete die Wohnanlage ein, auf der anderen Seite der Bahntrasse beginnt ein kleines Einkaufszentrum zu beiden Seiten des Wilhelmsruher Damms, das sich zur Oranienburger Straße hinzieht.

Das Wohngebiet liegt damit verkehrsgünstig an den öffentlichen Nahverkehrsmitteln, diverse Buslinien, S- und U-Bahn sowie zahlreiche Einkaufs- und Dienstleistungsangebote sind fußläufig erreichbar. Der Finsterwalder Straße Richtung Nordosten folgend, ist das Seggeluchbecken zu finden – ein kleiner Naherholungspark am Rande des Märkischen Viertels. Namensgeber der Straße ist die Stadt Finsterwalde in der Niederlausitz.

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E-Mail: neues-mv@gesobau.de
Telefon: (030) 4073-1111

GESOBAU AG
Wilhelmsruher Damm 142
13439 Berlin

Kurz und knapp

  • Architekt: Herbert Stranz
  • Modernisierungszeitraum: 2009 bis 2010
  • Lage: direkt hinter S- und U-Bahn-Station Wittenau
  • Anzahl der Wohnungen: 634
  • 21 verschiedene Grundrisstypen
  • Eckwohnung ist Normaltyp

Adresse

Wilhelmsruher Damm 224-228 (ger.) / Finsterwalder Straße 1-33 (ung.)

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